Productive Ageing
 

"The ageing workforce. Turning boomers into boomerangs."
The Economist print edition, Feb 16th 2006.

In Europa - mit etwas unterschiedlicher Ausprägung - stehen alle Länder vor dem Phänomen, dass ihre Bevölkerungen immer älter werden.
Hinzu kommt, dass die Altersverteilungen z.T. recht dramatische Formen annehmen.

Schon jetzt merken einige Betriebe, dass der Arbeitsmarkt - trotz hoher Arbeitslosenzahlen - nicht die passende Belegschaft zur Verfügung stellt.

In der Folge bedeutet die demographische Veränderung auch, dass diejenigen, die heute noch nicht ihre Rente genießen, erheblich länger arbeiten werden und erst in höherem Alter in Rente gehen.

Für einige ist das eine gute Nachricht, denn wer will, wenn er oder sie noch fit und leistungsfähig ist, mit Arbeit aufhören, die Spaß macht?

Allerdings haben nicht alle in der Bevölkerung Arbeitsplätze, die nur Spaß machen. Oder Arbeitsplätze, die auch mit 50 oder 60 noch voll ausgefüllt werden können.

An diesen beiden Herausforderungen, der prekären Lage am Arbeitsmarkt und an der Adaption der Arbeitsplätze an die Anforderungen einer im Durchschnitt älteren Belegschaft, werden sich die Unternehmen in den nächsten Jahren bewähren müssen.

Gesundheit - Arbeitsfähigkeit - Lernen, das sind die drei Bereiche, die Unternehmen berücksichtigen müssen, die sich aktiv auf eine veränderte Belegschaftssituation einstellen wollen.

Das heißt, besonders gefordert sind das Management, die (Arbeits-)Organisation und der Bereich Personal.

Auf Management/Führungsebene gilt es sicherzustellen, dass die notwendige Sensibilität für das Thema vorhanden ist oder hergestellt wird. Stärkenprofile von MitarbeiterInnen erschließen das Potenzial, und die aktive Förderung generationenübergreifender Zusammenarbeit ist klare Führungsaufgabe.

Altersgerechte Arbeitsorganisation berücksichtigt passende Arbeitszeitmodelle, eine Anpassung der Arbeitsplätze und ggf. eine Modifikation der Arbeitsabläufe.

In der Personalabteilung werden die Arbeitszeitmodelle miterarbeitet, die Personalplanung wirbt bei Ausschreibungen auch mit der Attraktivität des Betriebes für die besten älteren Bewerber. Sie verwendet die Stärkenprofile in der Planung von Teamzusammensetzungen und Wissensweitergabe. Die konsequent geplante und umgesetzte Qualifizierung des Personals entscheidet über die Nutzbarkeit der Mitarbeiterpotenziale.

Gesundheit: Der Erhalt der Arbeitsfähigkeit aus gesundheitlicher Sicht berührt alle bereits genannten Bereiche und darüber hinaus Präventionskonzepte aus der Betrieblichen Gesundheitsförderung. Gesundheitsorientierte Arbeitsplatz- und Arbeitszeitgestaltung gehören ebenso dazu wie im weitesten Sinne Settingansätze: z.B. Förderung der Bewegung auf dem Arbeitsweg (Rad/Bahn statt Auto), aktive Pausengestaltungen, Bewegungs- und Ausdauerangebote in der Gruppe, Schulungen zu Ernährung und Haltung, Umstellung der Betriebsverpflegung auf gesunde Ernährungskonezpte.
Ebenfalls zur Prävention und zur Mitarbeiterbindung gehören Konzepte zum Umgang mit Suchtverhalten, die es MitarbeiterInnen ermöglichen eine für beide Seiten vorteilhafte Heilung ohne Trennung zu erreichen.

Konzepte zur Umsetzung gibt es bereits und sie wurden auch schon ausgezeichnet (Carl-Bertelsmann-Preis 2006 für Finnland).

"Age is an issue of mind over matter. If you don´t mind, it doesn´t matter."
Mark Twain (1854 - 1900)(für Freunde des Englischen)

Wenn Sie die demographische Zukunft aktiv in Ihrem Betrieb gestalten wollen, führen wir gern ein Gespräch mit Ihnen und erarbeiten ein Konzept. Wir sensibilisieren Ihre Führungskräfte, arbeiten an Einstellungen und Haltungen, identifizieren mit Ihren MitarbeiterInnen Aktionsbereiche und Programme zur betrieblichen Gesundheitsförderung. Darüber hinaus können wir auch in Verbindung mit unseren NetzwerkpartnerInnen Qualifzierungsprojekte gestalten.

Speziell für Ihre MitarbeiterInnen bieten wir Coaching zur Neuorientierung und zur Begleitung bei Arbeitsplatzveränderungen.

Sprechen Sie uns an, senden Sie uns ein mail mit Ihren Fragen!

 

Lesetipps:
Ilmarinen/Tempel (2002): Arbeitsfähigkeit 2010. VSA 3-87975-840-9
Badura (u.a.) (2003): Fehlzeiten Report 2002. Demographischer Wandel. Springer 3-540-43625-1

aktuell: Forum Betriebliche Gesundheitsförderung